Performance Projekt mit Colette Sadler

Making a Difference
Ausschreibung

Performance Projekt mit Colette Sadler


Art der Veranstaltung: Tanzprojekt über vier Wochen
Arbeitssprache: Deutsch

Im Rahmen von Making a Difference – TANZPAKT Stadt-Land-Bund laden wir Euch ein, gemeinsam mit Colette Sadler während vier Wochen an einem Performance-Projekt zu arbeiten.

DAS PROJEKT

Ausgehend von Colette Sadlers Audio-Workshop Re (Searching) BODY A, beschäftigt sich das Performance-Projekt mit der Beziehung zwischen Körper, Bewegung und Science Fiction. Der Prozess beinhaltet die Annäherung an verschiedene Bewegungsideen und Aufgaben durch Improvisation und tiefes Zuhören, um Tanzmaterial zu produzieren, das verschiedene energetische und imaginäre Zustände beschreibt. Unter Verwendung von Vorstellungen, die von dem fiktiven BODY A inspiriert sind, werden die Teilnehmer*innen eingeladen, in die Möglichkeiten und die Handlungsfähigkeit eines zukünftigen menschlichen Körpers einzutauchen, der durch Bewegung angetrieben wird.

Während des Performance-Projekts stellen wir uns der Frage, wie wir das Bild eines zukünftigen Körpers als Quelle der Ermächtigung nutzen können sowie als Raum, um den Körper neu zu erfinden und zu imaginieren. Diesen zukünftigen Menschen werden wir als einen Ort beschreiben, der die Inklusivität aller Körper feiert. Wie könnte dieser zukünftige Körper in der Lage sein, die Vorstellungen von Fähigkeit versus Behinderung zu verschieben und zu bewegen? Welche Eigenschaften und welche Form der Verkörperung wünschen wir uns für diesen zukünftigen “Menschen”?

TERMINE

Samstag, 5. Juni, 11-15 Uhr Mittwoch, 23. Juni, 11-14 Uhr
Samstag, 12. Juni, 11-15 Uhr Samstag, 26. Juni, 11-15 Uhr
Montag, 14. Juni, 11-14 Uhr Montag, 28. Juni, 11-14 Uhr
Mittwoch, 16. Juni, 11-14 Uhr Mittwoch, 30. Juni, 11-14 Uhr
Samstag, 19. Juni, 11-15 Uhr Samstag, 3. Juli, 11-15 Uhr
Montag, 21. Juni, 11-14 Uhr  

Die Proben finden in Studio 2 und Studio 3 der Uferstudios (Uferstraße 23, 13357 Berlin) statt. Beide Studios sind stufenfrei zugänglich. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden. Pausen werden nach Bedarf und Vereinbarung in der Gruppe gemacht.

BEDINGUNGEN

Aufgrund der anhaltenden Pandemie und geltenden Hygienevorschriften, können maximal vier Interessierte am Performance Projekt teilnehmen. Wenn es die Pandemie zulässt, wird das Projekt mit einem öffentlichen Sharing mit kleinem Publikum enden. Die Teilnehmenden willigen ein, während des Projekts und der Aufführung gefilmt oder fotografiert zu werden.

Die Teilnahme ist gebührenfrei. Die Arbeitssprache ist Deutsch.

BEWERBUNG

Alle Interessenten bitten wir eine kurze Bewerbung mit den folgenden Infos bis zum 03.05.2021 an making-a-difference@sophiensaele.com oder telefonisch an 030 27 89 00 58 zu übermitteln:

  • Kurzbiografie (ca. 500 Zeichen)
  • Motivation (ca. 500 Zeichen)

Bis spätestens 10.05.2021 wird Euch die Juryentscheidung mitgeteilt. Die Jury besteht aus Colette Sadler und Bernhard Richarz, Mitbegründer von tanzfähig, der Initiative für mehr körperliche Vielfalt im zeitgenössischen Tanz.

Bei Fragen meldet Euch gerne bei den Projektkoordinator*innen Noa Winter und Anne Rieger unter making-a-difference@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 58

BARRIEREFREIHEIT

Wenn es etwas gibt, dass wir bei der Bewerbung, der Kommunikation im Vorfeld oder während der Probenzeiten in den Proberäumen tun können, um Euch das Erlebnis so gleichwertig wie möglich zu gestalten, lasst es uns bitte wissen.

ÜBER COLETTE SADLER

Colette Sadler ist eine schottische Performerin, Choreografin und Kuratorin und lebt in Berlin. Seit 2006 hat sie über 12 choreografische Arbeiten für Theater- und Galeriekontexte produziert. Ihre künstlerische und kuratorische Arbeit ist ein Beispiel für einen interdisziplinären Ansatz, der Tanz, bildende Kunst und theoretische Praxis einbezieht. Seit 2016 hat Sadler einen Zyklus von Arbeiten “Learning From the Future”, “Temporary Store”, “Re (searching) BODY A” und “ARK 1” entwickelt. In diesen Arbeiten setzt sie Science-Fiction-Erzählungen als Mittel ein, um den Körper als futuristischen Biotech-Prototyp neu zu denken. Für diese post-menschlichen Körper ist Bewegung gleichbedeutend mit Verarbeitung und Choreografie sowie mit Programmierung. Indem sie die Grenzen zwischen real/virtuell, natürlich/künstlich, DNA/Code und Körper/Korpus überschreiten, legen diese hybriden Prototypen die unheimliche Beziehung zwischen “lebendiger” und “toter” Materie offen.

2015 nahm sie als Choreografin an dem europäischen Tanzprojekt “Moving beyond Inclusion” teil und recherchierte 2018 mit Candoco Dance Company (London). Im Februar 2021 kuratierte sie eine digitale Ausgabe des Festivals “Present Futures” in Zusammenarbeit mit The Centre of Contemporary art Glasgow und kreierte die Arbeit STRANGE GARDEN. www.colettesadler.com  //  www.presentfutures.org