Making a Difference – Teaser in Deutscher Gebärdensprache mit deutschen Untertiteln (zuschaltbar)

Making a Difference

Making a Difference ist ein 2018 gegründetes Berliner Netzwerk, das die selbstbestimmte Arbeit behinderter, Tauber und chronisch kranker Künstler*innen im Tanz fördert. Acht Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um durch Workshops, Residenzen und Koproduktionen qualitativ hochwertige, barrierefreie Weiterbildungs- und Produktionsmöglichkeiten zu schaffen. Zentrale Leitlinie des Projekts ist die Besetzung aller Leitungs- und Expert*innen-Positionen mit behinderten, Tauben und chronisch kranken Menschen.

Aktuelles und Empfehlungen

Workshop mit Ben Evans: Über das Nötigste hinaus

22. August 2026, 11:00–14:00
HAU Hebbel am Ufer (HAU2 Studio)

10:30–11:00 Relaxed Arrival & Access Orientation
11:00–14:00 Workshop (inklusive Pausen)

Gemeinsam mit unserem Partner Tanz im August bieten wir einen Workshop zu Überlegungen für Projekte mit mehreren Partner*innen bei der Zusammenarbeit mit Tauben, behinderten, neurodivergenten und chronisch kranken Künstler*innen an.

Geleitet wird der Workshop von Ben Evans, Projektleiter von Europe Beyond Access, einem EU-Projekt, das sich für die Förderung und Unterstützung von Inklusion im zeitgenössischen Tanz und Theater einsetzt. Sein Workshop konzentriert sich auf die komplexen Fragen, die sich insbesondere dann stellen, wenn Taube, neurodivergente, chronisch kranke und behinderte Künstler*innen in internationalen Kontexten arbeiten. Die Teilnehmer*innen werden gemeinsam Fragen zu Zugangsanforderungen, der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie zu organisatorischen Zugangsbedingungen erörtern.

Der Workshop wird in englischer Lautsprache stattfinden, einige unterstützende Texte werden auf Deutsch zur Verfügung gestellt. An einer Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) wird gearbeitet, bitte informieren Sie sich auf der Festival-Website über den letzten Stand.

Zielgruppe:

Der Workshop richtet sich an behinderte Künstler*innen und behinderte Professionals in den darstellenden Künsten und an Personen die mit ihnen zusammenarbeiten.

Anmeldungen:

Anmeldungen sind per E-Mail an access@tanzimaugust.de möglich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung eventuelle Barrierefreiheitsanforderungen oder weitere Unterstützungsbedarfe an.

Barrierefreiheit:

Das HAU2 ist stufenlos zugänglich. Es sind zwei markierte Parkplätze neben dem Haus (in der Großbeerenstraße) vorhanden. Es sind eine Rampe und ein Aufzug vorhanden, der selbstständig bedient werden kann. Die Türen zur Tages- und Abendkasse öffnen und schließen per Knopfdruck, der Schalter befindet sich links neben der Tür. Behindertengerechte Sanitäranlagen sind vorhanden und wir werden Sitzsäcke zur Verfügung stellen. Es gibt kein taktiles Leitsystem. Persönliche Assistenzen müssen nicht registriert werden. Gerne können Sie Assistenztiere mitbringen. Bitte informieren Sie uns im Vorhinein. Der Zugang ist ebenerdig und die Probebühne in dem der Workshop stattfindet befindet sich im zweiten Stock. 

Klicke hier für den Audioflyer

OPEN CALL: Unterrichts-Residenz für einen behinderten, Tauben oder chronisch kranken Künstler*in

WAS UND FÜR WEN

Making a Difference (MAD) und die Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg (HKS) vergeben eine zweiwöchige Residenz für einen behinderten, Tauben oder chronisch kranken Künstler*in aus Berlin oder Niedersachsen. Die künstlerische Praxis sollte auf den Bereich Tanz und Performance bezogen sein.

Die Residenz umfasst eine Woche eigenständiger Recherche zu einem Lehrthema und -format sowie eine Woche Lehre mit Studierenden eines Studiengangs der Hochschule. Die beiden Wochen können je nach Wunsch der ausgewählten Person entweder direkt aufeinanderfolgen oder in zwei getrennten Blöcken stattfinden.

Bitte bewerbe dich mit einer Beschreibung deiner Lehrpraxis. Diese muss noch nicht vollständig ausgearbeitet sein – sie kann auch Ansätze oder Fragestellungen enthalten, die du während der Residenz weiter erforschen möchtest.

Für diesen Open Call werden ausschließlich Bewerbungen von behinderten, Tauben oder chronisch kranken Personen berücksichtigt.

ZEITPLAN

Option 1 (aufeinanderfolgende Wochen)

11. Oktober                           → Anreise
bis 16. Oktober                    → 1 Woche Recherche vor Ort
19.–23. Oktober                   → 1 Woche Lehre
24. Oktober                           → Abreise

Option 2 (zwei getrennte Blöcke)

7. September – 16. Oktober           → 1 Woche Recherche vor Ort (Daten nach Absprache)
18. Oktober                          → erneute Anreise
19.–23. Oktober                   → 1 Woche Lehre
24.  Oktober                          → Abreise

WAS WIR BIETEN

  • Mindestens ein Studio für die Recherche
  • Unterrichts- bzw. Probenräume für die Lehre
  • Honorar für zwei Wochen: 900 € pro Woche
  • Übernahme der Reise- und Unterkunftskosten
  • Tagegelder
  • Unterstützung durch eine Access- oder Kommunikationsassistenz vor Ort (nach Absprache)

 

STUDIO- UND LEHRRÄUME

Raumbeschreibung:

Zur Verfügung stehen ein großes Studio mit Holzschwingboden, Ballettstangen und Spiegelwand sowie zwei kleinere Studios mit schwarzem Marley-Tanzboden.

Alle Unterrichts- und Studioräume verfügen über Monitore, die mit Laptops verbunden werden können.

Die Tanzstudios sind mit Soundsystemen ausgestattet, die mit Mobiltelefonen, Tablets und Laptops verbunden werden können.

Access:

Die Tanz- und Theaterstudios befinden sich im Hauptgebäude im ersten Stock. Es gibt einen Aufzug. Die Türen werden elektronisch per Berührung geöffnet. Der Bodenbelag besteht aus Beton.

Barrierefreie Toiletten befinden sich direkt neben den Studios. Im Gebäude stehen großzügige, stufenlos zugängliche Duschen zur Verfügung.

In den studentischen Teilen der Hochschule gibt es ein taktiles Leitsystem, allerdings nicht in den Bereichen für Lehrende.

Eine Küche kann im Eingangsbereich des Hauptgebäudes (eine Etage unter den Tanzstudios) genutzt werden. Die Mensa bietet montags bis mittwochs in der Regel zwischen 13:30 und 14:00 Uhr ein veganes Mittagessen an.

Die Hochschule befindet sich in einer ruhigen Umgebung mit einer größeren Straße vor dem Gebäude und Feldern auf der Rückseite.

Der nächstgelegene Supermarkt (Rewe) befindet sich 1,6 km von der HKS entfernt. Ein italienisches und ein griechisches Restaurant liegen etwa 1,3 km vom Campus entfernt. Rossmann, Aldi und Netto befinden sich in etwa 2,2 km Entfernung.

 

REISE, UNTERKUNFT UND LOKALE MOBILITÄT:

Reise, Unterkunft und lokaler Transport werden in Absprache mit Making a Difference organisiert und orientieren sich an den individuellen Zugangsbedürfnissen und Präferenzen der ausgewählten Person.

Die Hochschule liegt etwa 3,5 km vom Bahnhof Ottersberg entfernt.

Informationen zur Anreise mit dem Auto, der Bahn, dem Linienbus oder dem Taxi findest du hier: https://www.hks-ottersberg.de/EN/about_us/find_us.php

BEWERBUNG

Die Bewerbung sollte folgende Unterlagen enthalten

1.   Kurze Skizze der Lehrpraxis/-idee
  • Gib uns einen kurzen Einblick in deine künstlerische und/oder pädagogische Praxis.
  • Welche Lehrinhalte möchtest du daraus entwickeln und warum?
  • Verfügst du bereits über Erfahrungen in Vermittlung oder Lehre, oder hast du Ideen für Lehrformate, die du entwickeln möchtest?
  • Arbeitest du mit theoretischen oder diskursiven Referenzen? Wenn ja, mit welchen?
  • Wie berücksichtigst du Fragen der Barrierefreiheit in/zu deiner Praxis?
  • Wie viele Stunden pro Tag möchtest du unterrichten?
  • Welche Formen von Feedback und/oder Dokumentation kannst du dir vorstellen?
  • Weißt du bereits, welche räumlichen Voraussetzungen oder technische Ausstattung du benötigst?
2.   Kurze Biografie
3.   Optional: Access Rider oder Informationen zu Accessbedarfen

MÖGLICHE EINREICHUNGSFORMEN:
  • PDF (max. 3 Seiten: Lehrskizze und Biografie)
  • Audio (max. 7 Minuten)
  • Video (max. 5 Minuten)

BEWERBUNGSFRIST:

Bitte sende deine Bewerbung per E-Mail oder Download-Link an: mad@uferstudios.com

Frist: 19. Juli 2026, 23:59 Uhr

Betreff: „Bewerbung Lehrresidenz HKS“

Eine Rückmeldung erfolgt voraussichtlich bis zum 7. August 2026.

 

FRAGEN UND KONTAKT:

Falls du dich in den Bedingungen dieses Open Calls nicht vollständig wiederfindest, freuen wir uns über deine Kontaktaufnahme. Wir sind offen für Gespräche und individuelle Lösungen.

Für Fragen zu Zugang und Barrierefreiheit oder zur Besprechung deiner Bedarfe kontaktiere bitte Making a Difference:

E-Mail: mad@uferstudios.com

Telefon: +49 30 460 60 887 (Bei einem Anruf um Rückruf durch uns bitten)

DGS-Video zur Ausschreibung:

Weiterförderung durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund!

Making a Difference wurde in der vierten Antragsrunde von TANZPAKT Stadt-Land-Bund erneut zur Förderung ausgewählt! In den kommenden drei Jahren werden wir weiterhin daran arbeiten können, behinderte, Taube und chronisch kranke Künstler*innen im Tanz zu stärken!

Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass in der neuen Projektphase unser Netzwerk weiter wachsen wird: Mit dem HAU / Tanz im August und Radialsystem kommen zwei bedeutende Berliner Institutionen neu hinzu. Gleichzeitig bauen wir erstmals feste Kooperationen in fünf weiteren Bundesländern auf. Ziel ist es, die in Berlin entwickelten Ansätze für barrierearme Produktions- und Präsentationsprozesse nachhaltig bundesweit zugänglich zu machen HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August, Radialsystem in Zusammenarbeit mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig, Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg.

Gemeinsam mit diesen Partnern, die bereits inklusive Programme verfolgen, werden Standards für Barriereabbau, faire Arbeitsbedingungen und langfristige Perspektiven im künstlerischen Arbeiten entwickelt. Residenzen, Ko-Produktionen, Gastspiele und Wissenstransfer gehen dabei Hand in Hand mit Peer-to-Peer-Empowerment, Sensibilisierungs- und Vermittlungsformaten.

So setzen wir unseren Weg fort, strukturelle Veränderung nicht nur einzufordern, sondern aktiv umzusetzen – und die Sichtbarkeit einer wachsenden Community kontinuierlich zu stärken.

Wir freuen uns auf die nächsten drei Jahre!

Gefördert von:

Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien.