Making a Difference – Teaser in Deutscher Gebärdensprache mit deutschen Untertiteln (zuschaltbar)

Making a Difference

Making a Difference ist ein 2018 gegründetes Berliner Netzwerk, das die selbstbestimmte Arbeit behinderter, Tauber und chronisch kranker Künstler*innen im Tanz fördert. Acht Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um durch Workshops, Residenzen und Koproduktionen qualitativ hochwertige, barrierefreie Weiterbildungs- und Produktionsmöglichkeiten zu schaffen. Zentrale Leitlinie des Projekts ist die Besetzung aller Leitungs- und Expert*innen-Positionen mit behinderten, Tauben und chronisch kranken Menschen.

Aktuelles und Empfehlungen

OPEN CALL: Residenz für ein*e behinderte, Taube oder chronisch kranke Künstler*in zu vergeben

WAS UND FÜR WEN

Wir vergeben eine Residenz im tanzhaus nrw für ein*e behinderte, Taube oder chronisch kranke Künstler*in aus Berlin oder NRW. Bitte bewerbe dich mit einer Stückidee. Sie muss noch nicht voll entwickelt sein, sondern kann mehrere Forschungsphasen beinhalten.
Making a Difference und tanzhaus nrw sind an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert.

Im Rahmen dieser Ausschreibung berücksichtigen wir ausschließlich Projekte, die von behinderten, Tauben oder chronisch kranken Personen geleitet werden. Besonders wichtig sind uns Projekte, die Barriereabbau fest in ihr künstlerisches Konzept einbeziehen.

ZEITRAUM

25 August → Anreise
26 August bis 3 September → Studiozeit 8 Tage (Mo-Sa)
4 September → Abreise

WAS WIR BIETEN

  • 8 Tage Studio (Mo-Sa)
  • Honorar für 10 Tage für 1 Person: 2.500€ brutto
  • Unterstützung durch eine Access Assistenz vor Ort
  • Übernahme von Reise- und Unterkunftskosten, sowie per diems
  • Technische Unterstützung nach Absprache

ARBEITSRÄUME

Je nach Absprache stehen verschiedene Räume zur Verfügung:

  • Tanz- und Kursstudios mit Tageslicht (teilweise abdunkelbar)
  • Eine große Probefläche (ca. 150 m²)
  • Eine kleine Black Box / Guckkastenbühne

Das Gebäude des tanzhaus nrw ist ebenerdig und verfügt über eine barrierefreie Toilette.
Die Türen öffnen nicht automatisch und auf dem Vorplatz gibt es Kopfsteinpflaster und alte Schienen.
Für Teile des Gebäudes ist kein Blindenleitsystem vorhanden.
Eine Küche steht für die Künstler*innen zur Verfügung, in der die Küchenzeile über zwei Stufen erreichbar ist. Ein ebenerdiger Esstisch ist vorhanden.
Im tanzhaus nrw gibt es ein Restaurant, für das Künstler*innen einen ermäßigten Mittagstisch (2-3 Optionen) sowie Wasser und Kaffee bekommen.
Das tanzhaus nrw liegt in einer städtischen Umgebung mit Straßen, Gleisen und Anwohner*innen.
Die Arbeitsräume werden nach individuellem Bedarf ausgestattet.
Mehr Infos dazu hier.
Wegbeschreibung zum tanzhaus nrw hier.

REISE UND UNTERKUNFT

Reise und Unterkunft werden in Absprache mit Making a Difference nach individuellem Bedarf zur Verfügung gestellt.

BEWERBUNG

  • Kurze Projektskizze (inklusive Hinweise zu notwendiger / gewünschter Studioausstattung)
  • Kurze Bio
  • Angaben zu bestehenden Projektpartnerschaften bzw. Kooperationspartner*innen
  • Optional: Access-Rider / Welche Barrierefreiheitsbedarfe hast du?

Du kannst deine Bewerbung einreichen als:

  • Text als PDF: max. 3 Seiten (Projektskizze + Bio)
  • Audio: max. 7 Minuten
  • Video: max. 5 Minuten

DEADLINE

Alle Bewerbungen per Mail oder als Download-Link an mad@uferstudios.com.
Bis zum 01.05.2026, 23:59 Uhr.
Betreff “Residenz tanzhaus nrw”
Eine Antwort kann erwartet werden bis zum 30. Mai.

FRAGEN UND KONTAKT

Wenn du dich in den Bedingungen dieser Ausschreibung nicht hundertprozentig wiederfindest, kontaktiere uns gerne. Wir können darüber ins Gespräch kommen.

Bei Access-Fragen oder Gesprächsbedarf melde dich per E-Mail oder Telefon bei Making a Difference.

E-Mail: mad@uferstudios.com
Telefon: 030 460 60 887

WER WIR SIND      

Das Berliner Netzwerk Making a Difference (MAD) verfolgt seit 2018 das Ziel, Lücken in Ausbildung und künstlerischer Entwicklung von behinderten, Tauben und chronisch kranken Künstlerinnen zu schließen. Dafür realisiert das Projekt Workshops, Residenzen, Peer-to-Peer Labs und Koproduktionen und besetzt künstlerische Leitungs- und Expertinnen-Positionen mit Menschen mit Behinderungserfahrung. Gemeinsam mit Partnern aus der Berliner Tanzszene wie den Uferstudios, Tanzfabrik Berlin, Sophiensaele, Junges Tanzhaus Berlin/TanzZeit, Tanzbüro Berlin, HZT Berlin, LAFT Berlin, FAIRSTAGE, HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August und Radialsystem sowie bundesweiten Kooperationen mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig und der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg entwickelt MAD Modelle für überregionales Arbeiten und die Sichtbarmachung von behinderten, Tauben und chronisch kranken Künstler*innen.

Das tanzhaus nrw, ansässig in einem ehemaligen Düsseldorfer Straßenbahndepot, ist mit acht Studios und zwei Bühnen ein international renommiertes Zentrum für zeitgenössischen Tanz. Auf rund 4.000 Quadratmetern dient es als Spiel- und Produktionsort sowie als Akademie. Die Trennung von Hoch-, Sub- und Soziokultur wird hier bewusst aufgehoben. Das Programm zeigt vielfältige choreografische Positionen und stellt die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper in den Mittelpunkt. Gefördert werden künstlerische Praktiken zu Themen wie Körperpolitiken, Digitalität, urbane Tanzkulturen, Nachhaltigkeit und neue Gemeinschaften. Mit seinem partizipativen Angebot für diverse Zielgruppen trägt das tanzhaus nrw zur regionalen Kulturlandschaft bei und ist zugleich international vernetzt. Das tanzhaus nrw kooperiert kontinuierlich mit Künstler*innen mit Behinderungen und fördert die Aesthetics of Access mit Gastspielen und Koproduktionen, Residenzen, Workshops, Diskursbeiträgen und künstlerischer Forschung.

Ausschreibung in DGS:

Audioflyer in deutscher Lautsprache:

Weiterförderung durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund!

Making a Difference wurde in der vierten Antragsrunde von TANZPAKT Stadt-Land-Bund erneut zur Förderung ausgewählt! In den kommenden drei Jahren werden wir weiterhin daran arbeiten können, behinderte, Taube und chronisch kranke Künstler*innen im Tanz zu stärken!

Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass in der neuen Projektphase unser Netzwerk weiter wachsen wird: Mit dem HAU / Tanz im August und Radialsystem kommen zwei bedeutende Berliner Institutionen neu hinzu. Gleichzeitig bauen wir erstmals feste Kooperationen in fünf weiteren Bundesländern auf. Ziel ist es, die in Berlin entwickelten Ansätze für barrierearme Produktions- und Präsentationsprozesse nachhaltig bundesweit zugänglich zu machen HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August, Radialsystem in Zusammenarbeit mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig, Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg.

Gemeinsam mit diesen Partnern, die bereits inklusive Programme verfolgen, werden Standards für Barriereabbau, faire Arbeitsbedingungen und langfristige Perspektiven im künstlerischen Arbeiten entwickelt. Residenzen, Ko-Produktionen, Gastspiele und Wissenstransfer gehen dabei Hand in Hand mit Peer-to-Peer-Empowerment, Sensibilisierungs- und Vermittlungsformaten.

So setzen wir unseren Weg fort, strukturelle Veränderung nicht nur einzufordern, sondern aktiv umzusetzen – und die Sichtbarkeit einer wachsenden Community kontinuierlich zu stärken.

Wir freuen uns auf die nächsten drei Jahre!