Making a Difference
Making a Difference (MAD) ist ein Berliner Netzwerkprojekt zur Unterstützung der freien künstlerischen Arbeit von behinderten, Tauben, schwerhörigen und chronisch kranken Künstler*innen im Tanz. Wir schaffen hochwertige, barrierearme Produktionsmöglichkeiten durch Residenzen und Koproduktionen und fördern den Wissenstransfer zu barrierefreien Arbeitsbedingungen sowie zu antiableistischer Kulturarbeit durch Artist Labs und Workshops.
In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Berliner Tanzszene – darunter die Uferstudios, Tanzfabrik Berlin, Sophiensaele, Junges Tanzhaus Berlin/TanzZeit, Tanzbüro Berlin, HZT Berlin, LAFT Berlin, FAIRSTAGE, HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August und das Radialsystem – sowie bundesweiten Kooperationen mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig und der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg macht das bundesländerübergreifende Kooperationsmodell von MAD die Arbeit behinderter, Tauber und chronisch kranker Künstler*innen sichtbar und stärkt ihre Präsenz.
Aktuelles und Empfehlungen
OPEN CALL für eine*n behinderte*n, Taube*n oder chronisch kranke*n Künstler*in
Making a Difference und die Tanzfabrik Berlin BÜHNE vergeben einen Beitrag zu einer Wiederaufnahme im Rahmen der Tanznacht Berlin inklusive einer R.E.D. Residenz in 2027
WAS UND FÜR WEN
Wir vergeben einen Förderbeitrag für eine Wiederaufnahme, inklusive einer R.E.D. Residenz bei der Tanzfabrik und ein Gastspiel bei der Tanznacht Berlin für eine*n in Berlin lebende Künstler*in. Der Beitrag zur Wiederaufnahme wird in 2026 gezahlt, die Residenz und das Gastspiel finden in 2027 statt.
Im Rahmen dieser Ausschreibung berücksichtigen wir ausschließlich Projekte, die von behinderten, Tauben oder chronisch kranken Personen geleitet werden. Bitte bewirb dich mit einem bereits existierenden Stück, das zwischen 2020 und 2025 Premiere hatte. Bevorzugt berücksichtigt werden Projekte, die Barriereabbau auch für das Publikum fest in ihr künstlerisches Konzept einbeziehen.
Für diese Ausschreibung musst du eine offizielle Anmeldung in Berlin haben.
ZEITRAUM
2026 November / Dezember: Auszahlung Förderbeitrag zur Wiederaufnahme
2027 1. Jahreshälfte: R.E.D Residenz (4 Wochen)
Im Zeitraum vom 8. – 12. September 2027, 2 Vorstellungen (tbc) im Rahmen der Tanznacht Berlin 2027
WAS WIR BIETEN
- Förderbeitrag zur Wiederaufnahme 6.000€
- 4 Wochen Studiozeit idealerweise am Stück in der Tanzfabrik Berlin BÜHNE zwischen März und Juni 2027
- Stipendium während der Residenz: 5000€ (vorbehaltlich der Zurverfügungstellung von Mitteln im Rahmen der Residenzförderung Tanz 2027 RED der Tanzfabrik Berlin durch das Land Berlin)
- Unterstützung durch eine Access Assistenz vor Ort
- Technische Unterstützung nach Absprache
- Studiozeit Endproben September 2027 (nach Absprache)
- Aufführungshonorar für das Gastspiel bei der Tanznacht Berlin (2 Aufführungen vorbehaltlich konkreter Planung)
ARBEITSRÄUME
Für die Residenz steht Uferstudio 4 zur Verfügung:
- Tanzstudio mit Tageslicht (teilweise abdunkelbar)
- Eine große Probefläche (ca. 150 m²)
- Das Studio 4 ist komplett ebenerdig und daher ohne Stufen zugänglich. Sitzsäcke sind vorhanden. Die barrierefreie Toilette befindet sich im Foyer des Studios, vor dem Studio 3.
Die große Gemeinschaftsküche steht allen Nutzer*innen der Uferstudios zur Verfügung. Der großzügige Sitz- und Küchenbereich lädt zum Verweilen ein.
Die Gemeinschaftsküche ist über eine Rampe mit 1%iger Steigung erreichbar. Die Türbreite beträgt 0,9m.
Im Rahmen der Residenz ist auch ein Ruheraum auf dem Gelände der Uferstudios verfügbar, der vom HZT Berlin und der Tanzfabrik Berlin Bühne betrieben wird. Der Raum ist barrierefrei und offen zugänglich, es sind verschiedene Sitz- und Liegemöglichkeiten sowie unterschiedliche stim toys vorhanden. Für den Zugang gibt es einen Schlüssel in deinem Residenzstudio.
Das Gelände der Uferstudios ist über zwei ebenerdige Eingänge zu erreichen, die üblicherweise Montag bis Freitag von ca. 8 bis 19 Uhr geöffnet und somit in diesen Zeiten frei passierbar sind. Der Eingang an der Badstraße 41a ist 1,10 m breit und nicht für Fahrzeuge vorgesehen. Das Metalltor ist von innen mit einer kräftigen Drehbewegung zu öffnen, die einen größeren Kraftaufwand erfordert. Fahrzeuge fahren ausschließlich über den Eingang Uferstraße 23 auf das Gelände.
Die Arbeitsräume werden nach individuellem Bedarf und in Rücksprache ausgestattet.
Weitere Infos zur Barrierefreiheit der Tanzfabrik Berlin Bühne unter: https://www.tanzfabrik-berlin.de/de/barrierefreiheit#
BEWERBUNG
- Stückbeschreibung (inklusive Hinweise zu notwendiger / gewünschter Studioausstattung)
- Kurze Bio
- Wenn vorhanden: Access-Rider / Welche Barrierefreiheitsbedarfe hast du?
- Bestätigung, dass du/ihr für die Aufführungsdaten zwischen 8. und 12. September 2027 verfügbar seid
- Projektdokumentation und Presse von bisherigen Aufführungen
Du kannst deine Bewerbung in folgenden Medienformaten einreichen:
Stückbeschreibung + Bio + Access Rider
- Text als PDF: max. 4 Seiten
- Audio: max. 7 Minuten
- Video: max. 5 Minuten
und
- Dokumentation als Video, Audio oder PDF (max. 4 Seiten)
DEADLINE
Alle Bewerbungen per Mail oder als Download-Link an mad@uferstudios.com.
Bis zum 06.10.2026, 23:59 Uhr
Betreff “R.E.D. Residenz/Tanznacht”
Eine Antwort kannst du erwarten bis zum 22. Oktober 2026.
FRAGEN UND KONTAKT
Wenn du dich in den Bedingungen dieser Ausschreibung nicht hundertprozentig wiederfindest, kontaktiere uns gerne. Wir können darüber ins Gespräch kommen.
Bei Access-Fragen oder Gesprächsbedarf melde dich per E-Mail oder Telefon bei Making a Difference.
E-Mail: mad@uferstudios.com
Telefon: 030 460 60 887
WER WIR SIND
Das Berliner Netzwerk Making a Difference (MAD) verfolgt seit 2018 das Ziel, Lücken in Ausbildung und künstlerischer Entwicklung von behinderten, Tauben und chronisch kranken Künstlerinnen zu schließen. Dafür realisiert das Projekt Workshops, Residenzen, Peer-to-Peer Labs und Koproduktionen und besetzt künstlerische Leitungs- und Expertinnen-Positionen mit Menschen mit Behinderungserfahrung. Gemeinsam mit Partnern aus der Berliner Tanzszene wie den Uferstudios, Tanzfabrik Berlin, Sophiensaele, Junges Tanzhaus Berlin/TanzZeit, Tanzbüro Berlin, HZT Berlin, LAFT Berlin, FAIRSTAGE, HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August und Radialsystem sowie bundesweiten Kooperationen mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig und der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg entwickelt MAD Modelle für überregionales Arbeiten und die Sichtbarmachung von behinderten, Tauben und chronisch kranken Künstler*innen.
Die Tanzfabrik Berlin ist ein Ort für Tanzkunst, Choreografie und Performance. Wir schaffen vielfältige und differenzierte Angebote für alle durch Tanz geprägten, auf Tanz neugierigen oder im Tanz spezialisierten Menschen. Wir eröffnen der Stadt und einem internationalen Publikum praktisch-sinnliche und intellektuelle Zugänge zu Tanzkunst, Choreografie und Performance. Dadurch ermöglichen wir Beteiligung am gesellschaftlichen Wandel durch Tanz.
Unsere Arbeitsweise und unsere Werte sind hier nachzulesen: https://www.tanzfabrik-berlin.de/de/netzwerke#
R.E.D. ist das Residenzprogramm der Tanzfabrik Berlin für Choreograf*innen, die ihre künstlerische Praxis im Austausch mit sozialen Räumen und Gemeinschaften weiterentwickeln möchten. Inspiriert vom Konzept der „sozialen Choreografie“ nach Andrew Hewitt verbindet das Programm ästhetische Forschung mit gesellschaftlicher Relevanz. Im Zentrum stehen Projekte, die mit Communities in Dialog treten, neue Formen der Begegnung erproben oder alternative Modelle von Wissen und Körperlichkeit vorschlagen.
Die TANZNACHT BERLIN ist das biennale Festival der Tanzfabrik Berlin und präsentiert aktuelle Positionen des zeitgenössischen Tanzes aus Berlin. Seit fast 30 Jahren bietet sie einen konzentrierten Einblick in die Vielfalt der lokalen Tanzszene und bringt Künstler*innen unterschiedlicher Generationen mit einem Berliner und internationalen Publikum sowie Fachpublikum zusammen. Als einziges Festival der Stadt, das ausschließlich Berliner Tanzschaffenden gewidmet ist, stärkt die TANZNACHT BERLIN die Sichtbarkeit der lokalen Szene und schafft Raum für künstlerischen Austausch, Vernetzung und Diskurs.
Seit Mai 2026 verstärkt die in Berlin lebende Kuratorin Kate Brehme (sie/ihr) das Projektleitungsteam, zusammen mit Diana Paiva (they/them), Produktions- und Veranstaltungsmanager*in, und Juli Reinartz (sie/ihr), Choreografin in Berlin und international. Hier stellt sich Kate vor.

Kate Brehme bereichert das bestehende MAD-Team mit ihrer Erfahrung in den Bereichen Kuration, Barrierefreiheitsberatung und Interessenvertretung auf lokaler und EU-Ebene.
Kate ist dem Netzwerk seit jeher eng verbunden, da sie am Artist Peer Lab 2024 teilgenommen und in ihrer Funktion bei Berlinklusion mit verschiedenen MAD-Künstler*innen zusammengearbeitet hat. Kate sagt über Making a Difference: „MAD ist ein von Menschen mit Behinderungen geleiteter systemischer Wandel im deutschen Kultursektor zum Wohle von behinderten, chronisch kranken und Tauben Künstler*innen. Es ist eine wegweisende Plattform, die trotz aktueller Herausforderungen wie politischer Polarisierung und schwindender Ressourcen weiterhin einige der am stärksten marginalisierten Kunstschaffenden des Landes unterstützt.“
In ihrer zukünftigen Arbeit möchte Kate die bestehenden Partnerschaften mit Kulturorganisationen in ganz Deutschland weiterentwickeln und stärken und so eine nachhaltigere Zukunft für behinderte, chronisch kranke und Taube Künstler*innen innerhalb der deutschen Kulturlandschaft sichern.
„Making a Difference bietet hier einen einzigartigen Raum für die Entwicklung von Wissen, das von behinderten Menschen geleitet wird – sogenanntes ‚Crip‘-Wissen –, sowohl im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit Institutionen als auch innerhalb unserer Künstler*innen-Community. Hier besteht ein echtes Potenzial, dieses Wissen zu teilen, in die Arbeit von behinderten, chronisch kranken und Tauben Künstler*innen zu investieren und diese zu würdigen und so die Kulturlandschaft lokal und international zu verändern.“
Mehr zu Kate hier.
Weiterförderung durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund!
Making a Difference wurde in der vierten Antragsrunde von TANZPAKT Stadt-Land-Bund erneut zur Förderung ausgewählt! In den kommenden drei Jahren werden wir weiterhin daran arbeiten können, behinderte, Taube und chronisch kranke Künstler*innen im Tanz zu stärken!
Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass in der neuen Projektphase unser Netzwerk weiter wachsen wird: Mit dem HAU / Tanz im August und Radialsystem kommen zwei bedeutende Berliner Institutionen neu hinzu. Gleichzeitig bauen wir erstmals feste Kooperationen in fünf weiteren Bundesländern auf. Ziel ist es, die in Berlin entwickelten Ansätze für barrierearme Produktions- und Präsentationsprozesse nachhaltig bundesweit zugänglich zu machen HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August, Radialsystem in Zusammenarbeit mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig, Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg.
Gemeinsam mit diesen Partnern, die bereits inklusive Programme verfolgen, werden Standards für Barriereabbau, faire Arbeitsbedingungen und langfristige Perspektiven im künstlerischen Arbeiten entwickelt. Residenzen, Ko-Produktionen, Gastspiele und Wissenstransfer gehen dabei Hand in Hand mit Peer-to-Peer-Empowerment, Sensibilisierungs- und Vermittlungsformaten.
So setzen wir unseren Weg fort, strukturelle Veränderung nicht nur einzufordern, sondern aktiv umzusetzen – und die Sichtbarkeit einer wachsenden Community kontinuierlich zu stärken.
Wir freuen uns auf die nächsten drei Jahre!
Gefördert von:

Making a Difference ist ein Netzwerk-Projekt von Uferstudios GmbH, Tanzfabrik Berlin, Sophiensaele, Junges Tanzhaus Berlin/TanzZeit, Tanzbüro Berlin, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz (HZT) Berlin, LAFT Berlin – Landesverband freie darstellende Künste Berlin e.V./Performing Arts Programm und FAIRSTAGE, HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August und Radialsystem. In Zusammenarbeit mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig, Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin und durch das Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg. Die Kooperation mit Kampnagel Hamburg wird gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien.
