Making a Difference
Making a Difference ist ein 2018 gegründetes Berliner Netzwerk, das die selbstbestimmte Arbeit behinderter, Tauber und chronisch kranker Künstler*innen im Tanz fördert. Acht Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um durch Workshops, Residenzen und Koproduktionen qualitativ hochwertige, barrierefreie Weiterbildungs- und Produktionsmöglichkeiten zu schaffen. Zentrale Leitlinie des Projekts ist die Besetzung aller Leitungs- und Expert*innen-Positionen mit behinderten, Tauben und chronisch kranken Menschen.
Aktuelles und Empfehlungen
OPEN CALL: Unterrichts-Residenz für einen behinderten, Tauben oder chronisch kranken Künstler*in
WAS UND FÜR WEN
Making a Difference (MAD) und die Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg (HKS) vergeben eine zweiwöchige Residenz für einen behinderten, Tauben oder chronisch kranken Künstler*in aus Berlin oder Niedersachsen. Die künstlerische Praxis sollte auf den Bereich Tanz und Performance bezogen sein.
Die Residenz umfasst eine Woche eigenständiger Recherche zu einem Lehrthema und -format sowie eine Woche Lehre mit Studierenden eines Studiengangs der Hochschule. Die beiden Wochen können je nach Wunsch der ausgewählten Person entweder direkt aufeinanderfolgen oder in zwei getrennten Blöcken stattfinden.
Bitte bewerbe dich mit einer Beschreibung deiner Lehrpraxis. Diese muss noch nicht vollständig ausgearbeitet sein – sie kann auch Ansätze oder Fragestellungen enthalten, die du während der Residenz weiter erforschen möchtest.
Für diesen Open Call werden ausschließlich Bewerbungen von behinderten, Tauben oder chronisch kranken Personen berücksichtigt.
ZEITPLAN
Option 1 (aufeinanderfolgende Wochen)
11. Oktober → Anreise
bis 16. Oktober → 1 Woche Recherche vor Ort
19.–23. Oktober → 1 Woche Lehre
24. Oktober → Abreise
Option 2 (zwei getrennte Blöcke)
7. September – 16. Oktober → 1 Woche Recherche vor Ort (Daten nach Absprache)
18. Oktober → erneute Anreise
19.–23. Oktober → 1 Woche Lehre
24. Oktober → Abreise
WAS WIR BIETEN
- Mindestens ein Studio für die Recherche
- Unterrichts- bzw. Probenräume für die Lehre
- Honorar für zwei Wochen: 900 € pro Woche
- Übernahme der Reise- und Unterkunftskosten
- Tagegelder
- Unterstützung durch eine Access- oder Kommunikationsassistenz vor Ort (nach Absprache)
STUDIO- UND LEHRRÄUME
Raumbeschreibung:
Zur Verfügung stehen ein großes Studio mit Holzschwingboden, Ballettstangen und Spiegelwand sowie zwei kleinere Studios mit schwarzem Marley-Tanzboden.
Alle Unterrichts- und Studioräume verfügen über Monitore, die mit Laptops verbunden werden können.
Die Tanzstudios sind mit Soundsystemen ausgestattet, die mit Mobiltelefonen, Tablets und Laptops verbunden werden können.
Access:
Die Tanz- und Theaterstudios befinden sich im Hauptgebäude im ersten Stock. Es gibt einen Aufzug. Die Türen werden elektronisch per Berührung geöffnet. Der Bodenbelag besteht aus Beton.
Barrierefreie Toiletten befinden sich direkt neben den Studios. Im Gebäude stehen großzügige, stufenlos zugängliche Duschen zur Verfügung.
In den studentischen Teilen der Hochschule gibt es ein taktiles Leitsystem, allerdings nicht in den Bereichen für Lehrende.
Eine Küche kann im Eingangsbereich des Hauptgebäudes (eine Etage unter den Tanzstudios) genutzt werden. Die Mensa bietet montags bis mittwochs in der Regel zwischen 13:30 und 14:00 Uhr ein veganes Mittagessen an.
Die Hochschule befindet sich in einer ruhigen Umgebung mit einer größeren Straße vor dem Gebäude und Feldern auf der Rückseite.
Der nächstgelegene Supermarkt (Rewe) befindet sich 1,6 km von der HKS entfernt. Ein italienisches und ein griechisches Restaurant liegen etwa 1,3 km vom Campus entfernt. Rossmann, Aldi und Netto befinden sich in etwa 2,2 km Entfernung.
REISE, UNTERKUNFT UND LOKALE MOBILITÄT:
Reise, Unterkunft und lokaler Transport werden in Absprache mit Making a Difference organisiert und orientieren sich an den individuellen Zugangsbedürfnissen und Präferenzen der ausgewählten Person.
Die Hochschule liegt etwa 3,5 km vom Bahnhof Ottersberg entfernt.
Informationen zur Anreise mit dem Auto, der Bahn, dem Linienbus oder dem Taxi findest du hier: https://www.hks-ottersberg.de/EN/about_us/find_us.php
BEWERBUNG
Die Bewerbung sollte folgende Unterlagen enthalten
1. Kurze Skizze der Lehrpraxis/-idee
- Gib uns einen kurzen Einblick in deine künstlerische und/oder pädagogische Praxis.
- Welche Lehrinhalte möchtest du daraus entwickeln und warum?
- Verfügst du bereits über Erfahrungen in Vermittlung oder Lehre, oder hast du Ideen für Lehrformate, die du entwickeln möchtest?
- Arbeitest du mit theoretischen oder diskursiven Referenzen? Wenn ja, mit welchen?
- Wie berücksichtigst du Fragen der Barrierefreiheit in/zu deiner Praxis?
- Wie viele Stunden pro Tag möchtest du unterrichten?
- Welche Formen von Feedback und/oder Dokumentation kannst du dir vorstellen?
- Weißt du bereits, welche räumlichen Voraussetzungen oder technische Ausstattung du benötigst?
2. Kurze Biografie
3. Optional: Access Rider oder Informationen zu Accessbedarfen
MÖGLICHE EINREICHUNGSFORMEN:
- PDF (max. 3 Seiten: Lehrskizze und Biografie)
- Audio (max. 7 Minuten)
- Video (max. 5 Minuten)
BEWERBUNGSFRIST:
Bitte sende deine Bewerbung per E-Mail oder Download-Link an: mad@uferstudios.com
Frist: 19. Juli 2026, 23:59 Uhr
Betreff: „Bewerbung Lehrresidenz HKS“
Eine Rückmeldung erfolgt voraussichtlich bis zum 7. August 2026.
FRAGEN UND KONTAKT:
Falls du dich in den Bedingungen dieses Open Calls nicht vollständig wiederfindest, freuen wir uns über deine Kontaktaufnahme. Wir sind offen für Gespräche und individuelle Lösungen.
Für Fragen zu Zugang und Barrierefreiheit oder zur Besprechung deiner Bedarfe kontaktiere bitte Making a Difference:
E-Mail: mad@uferstudios.com
Telefon: +49 30 460 60 887 (Bei einem Anruf um Rückruf durch uns bitten)
DGS-Video zur Ausschreibung:
Weiterförderung durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund!
Making a Difference wurde in der vierten Antragsrunde von TANZPAKT Stadt-Land-Bund erneut zur Förderung ausgewählt! In den kommenden drei Jahren werden wir weiterhin daran arbeiten können, behinderte, Taube und chronisch kranke Künstler*innen im Tanz zu stärken!
Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass in der neuen Projektphase unser Netzwerk weiter wachsen wird: Mit dem HAU / Tanz im August und Radialsystem kommen zwei bedeutende Berliner Institutionen neu hinzu. Gleichzeitig bauen wir erstmals feste Kooperationen in fünf weiteren Bundesländern auf. Ziel ist es, die in Berlin entwickelten Ansätze für barrierearme Produktions- und Präsentationsprozesse nachhaltig bundesweit zugänglich zu machen HAU Hebbel am Ufer/Tanz im August, Radialsystem in Zusammenarbeit mit Kampnagel Hamburg, tanzhaus nrw, Theater RAMPE Stuttgart, Festival Theaterformen/Real Dance Festival Hannover/Braunschweig, Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg.
Gemeinsam mit diesen Partnern, die bereits inklusive Programme verfolgen, werden Standards für Barriereabbau, faire Arbeitsbedingungen und langfristige Perspektiven im künstlerischen Arbeiten entwickelt. Residenzen, Ko-Produktionen, Gastspiele und Wissenstransfer gehen dabei Hand in Hand mit Peer-to-Peer-Empowerment, Sensibilisierungs- und Vermittlungsformaten.
So setzen wir unseren Weg fort, strukturelle Veränderung nicht nur einzufordern, sondern aktiv umzusetzen – und die Sichtbarkeit einer wachsenden Community kontinuierlich zu stärken.
Wir freuen uns auf die nächsten drei Jahre!
